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Acht Fehler, die bei der Behandlung der Roten Vogelmilbe oft gemacht werden

Die Bekämpfung der Roten Vogelmilbe wird häufig unterschätzt. Wer denkt schon, dass solch kleine Parasiten so clever sein können?! Das häufigste Problem ist denn auch das fehlende Wissen über das Verhalten der Roten Vogelmilbe. Wenn man sich damit nicht auskennt, ist es ziemlich schwer, zu verstehen, welche Maßnahmen man warum miteinander kombinieren muss. Wussten Sie schon, dass die Eier der roten Vogelmilbe zwei Jahre lang überleben können? Oder dass die Milben nur alle sechs Tage Blut saugen? In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Fehler, die bei der Bekämpfung der Roten Vogelmilbe am häufigsten gemacht werden. (Text geht unter dem Foto weiter)

1 –Fehlendes Wissen über das Verhalten der Roten Vogelmilbe

Die Roten Vogelmilben sehen vielleicht nicht sehr intelligent aus, aber sie sind es durchaus. Ihr Verhalten ist darauf ausgerichtet, sich so schnell wie möglich fortzupflanzen, und das möglichst unbemerkt. Sie gehen zum Beispiel alle sechs Tage nachts zu den Hühnern, wenn diese auf der Stange schlafen. An den übrigen Tagen legen sie jeweils acht Eier und suchen sich dafür einen Platz, wo das Huhn nicht herankommt und so wenig Tageslicht wie möglich hinfällt.

Wenn ein Hühnerstall mit Roten Vogelmilben infiziert ist, besteht die Population zu ungefähr 45 % aus erwachsenen Milben. Bei den übrigen 55 % handelt es sich um frischgeschlüpfte Larven und Eier. Die Larven und Eier kann man mit bloßem Auge nur dann erkennen, wenn es sehr viele sind, und selbst dann werden sie oft noch für eine Staubschicht gehalten. Auch das sorgt dafür, dass die Menschen die Lage zu spät erkennen und nicht wissen, dass sie auch die Eier und Larven entfernen müssen.

2 –Einzelteile im Stall werden nicht abgeschraubt

Der zweithäufigste Fehler ist, dass Einzelteile im Stall wie zum Beispiel die Legenester und Sitzstöcke nicht abgeschraubt werden. Dahinter verstecken sich die Nester der Roten Vogelmilben nämlich. Wenn Sie die Legenester abnehmen, können Sie die Milbennester erreichen und gleichzeitig die meisten Vogelmilben erwischen. Am effektivsten ist es, diese Nester mit einem Unkrautbrenner abzuflammen und die Einzelteile dann mit einem Hochdruckreiniger gründlich abzuspritzen. Sie haben keinen Unkrautbrenner? Spritzen Sie die Einzelteile dann soweit vom Hühnerstall entfernt wie möglich mit einem Hochdruckreiniger ab.

Auf den untenstehenden Fotos können Sie sehen, was wir auf der Rückseite von abgeschraubten Legenestern und auf der Rückseite der Befestigung eines Regalbretts vorgefunden haben. Sie sehen in erster Linie die Eier und Larven (grauer Schleier), aber auch viele erwachsene Vogelmilben, die bereits Blut getrunken haben und dadurch rot geworden sind. Je mehr Sie im Hühnerstall abschrauben können und je mehr Vogelmilbennester Sie finden und entfernen können, desto schneller haben Sie den Vogelmilbenbefall unter Kontrolle.

Blutlausnest auf der Rückseite des Nistkastens
Blutlausnest in Wandhalterung

3 –Die Maßnahmen werden zu früh eingestellt

Der dritte oft gemachte Fehler bei der Bekämpfung der Roten Vogelmilben ist, dass die Maßnahmen zu schnell eingestellt werden. Wo die Rote Vogelmilbe auftritt, gibt es auch Vogelmilbeneier. Und die Larven in diesen Eiern können Wochen, Monate oder sogar Jahre mit dem Schlüpfen warten. Die Bekämpfung kann erst eingestellt werden, wenn die letzte Vogelmilbenlarve aus dem Ei geschlüpft ist. Woran erkenne ich, dass das der Fall ist? Indem Sie einen Vogelmilbentest aufhängen. Mit diesem Vogelmilbentest erfahren Sie, ob wieder Larven geschlüpft sind oder ob die Rote Vogelmilbe tatsächlich verschwunden ist. So können Sie rechtzeitig wieder eingreifen und verhindern, dass sich die frisch geschlüpften Vogelmilben rasend schnell vermehren.

4 –Die Roten Vogelmilben nur an einer Stelle bekämpfen

Die Bekämpfung steht und fällt damit, dass man alle Vogelmilben erwischt. Die Roten Vogelmilben findet man an zwei Stellen: im Stall und an den Hühnern selbst. Viele begehen den Fehler, dass sie nur den Stall behandeln und nicht die Hühner selbst. Dabei steht eine Sache fest: Die Vogelmilbe geht immer zum Huhn, um Blut zu saugen. Behandeln Sie deshalb nicht nur den Stall, sondern auch die Hühner selbst. Zum Beispiel mit Finecto+ Oral.

5 –Die Erwartung, dass das Vogelmilbenproblem binnen zwei Wochen gelöst ist

Es ist praktisch unmöglich, binnen zwei Wochen alle Vogelmilben loszuwerden. Eigentlich gibt es dafür nur eine einzige Methode: den Hühnerstall in Brand stecken. Und selbst dann kann es noch passieren, dass sich eine verirrte Vogelmilbe in der Umgebung befindet, die den Weg zu den Hühnern im neuen Hühnerstall findet und sich wieder ungestört fortpflanzt. Erwarten Sie nicht, dass ein Vogelmilbenproblem binnen zwei Wochen gelöst ist. Keine einzige Methode und kein einziges Produkt kann das erreichen, und das hängt mit dem Zyklus zusammen. Es gibt nämlich keine Möglichkeit, die Vogelmilbeneier loszuwerden. Deshalb kann es den Anschein haben, dass das Problem mit den Roten Vogelmilben binnen zwei Wochen geringer geworden oder sogar ganz weg ist. Die Gefahr ist groß, dass es noch Vogelmilbeneier gibt, aus denen später Larven schlüpfen. Darum dauert die Behandlung der Roten Vogelmilbe mindestens zwei Jahreszeiten und in einem warmen Winter sogar ein ganzes Jahr lang, egal mit welcher Methode.

6 –Keine Prävention im Winter/Frühling

Rote Vogelmilben sind schon bei 5°C aktiv. Das heißt, dass die Vogelmilbe auch im Winter aktiv ist. Zwar nicht ganz so sehr wie im Sommer, aber es bedeutet auch, dass im Winter die Basis für einen Ausbruch von Vogelmilbenbefall bei warmen Wetter gelegt wird. Deshalb scheint es auch so, als gäbe es sie auf einmal in Massen, wenn das Wetter zum ersten Mal wärmer wird. Woran liegt das? Im Winter haben die Milben lauter Eier gelegt, und daraus schlüpfen jetzt bei warmem und feuchtem Wetter alle Larven gleichzeitig.

Prävention im Winter ist deshalb auch sehr wichtig. Hängen Sie einen Vogelmilbentest auf und kontrollieren Sie ihn auch im Winter. Machen Sie den Stall außerdem unattraktiv für Rote Vogelmilben, indem Sie Vogelmilbenfallen anbringen, Kieselgur auf den Boden streuen und die Wände/Sitzstangen im Stall alle drei Wochen mit Finecto+ Protect einsprühen.

7 –Rote Vogelmilben zu spät bemerkt

Die Vogelmilben sind erst dann mit bloßem Auge zu erkennen, wenn es bereits viele von ihnen gibt. Dies liegt daran, dass die Vogelmilben nur nachts aktiv sind und nur einmal alle sechs Tage Blut saugen. An den anderen Tagen legen sie acht Eier täglich. So können sie sich unbemerkt unglaublich schnell vermehren. Je mehr Vogelmilben es im Stall gibt, desto schwieriger und langwieriger wird ihre Bekämpfung.

8 –Spalten und Nähte im Stall werden nicht verschlossen

Roten Milben behandlung

Rote Vogelmilben verstecken sich in Spalten und Nähten. Ein hölzerner Stall ist sehr schön, bietet aber leider auch ideale Verstecke für die Rote Vogelmilbe. Je weniger Spalten, desto besser. Dies macht es auch einfacher, einen Vogelmilbenbefall wieder loszuwerden. Achten Sie darauf, dass es möglichst wenige Spalten und Nähte gibt, indem Sie alle mit Kitt oder auf andere Art verschließen. Derzeit sind auch Hühnerställe aus Kunststoff auf dem Markt. Sie sind vielleicht nicht so schön, wie ein hölzerner Stall, aber sehr praktisch für die Prävention und Bekämpfung der Roten Vogelmilbe!

Bekämpfung der Roten Vogelmilbe

Wie Sie oben bereits lesen konnten, steht oder fällt die Bekämpfung der Vogelmilbe damit, dass man sie an zwei Stellen erwischt, den Befall frühzeitig erkennt und ihn konsequent bekämpft. Erwarten Sie nicht, dass ein Vogelmilbenproblem binnen zwei Wochen gelöst ist, das schafft keine einzige Methode. Kombinieren Sie so viele Maßnahmen wie möglich.

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