Läuse bei Tauben

Welche Läuse und Milben können bei Tauben vorkommen?

Hier unterscheiden wir zwischen Ektoparasiten und Endoparasiten. Erstere leben außerhalb des Körpers. Endoparasiten finden sich innerhalb des Körpers, z.B. in den Gedärmen. Folgende Laus- und Milbenarten können bei Tauben vorkommen:

  • Langer Federling
  • Kleiner Federling
  • Federkielmilbe
  • Krätzemilbe
  • Rotmilbe

Oben stehende Läusearten leben direkt am Körper der Tauben. Die Milben sitzen auf den Federn, was Federausfall zur Folge haben kann. Wenn Tauben unter einem Laus- und/oder Milbenbefall leiden, kann das bedeuten, dass diese mit vorerst unbemerkten, schlummernden Krankheiten infiziert sind, wie z.B. Coccidiose. Bei dieser Infektion schädigen Parasiten durch eine Vermehrung in der Darmzelle die Darmwand.

Wie erkennt man Läuse bei Tauben?

Läuse wie auch Milben können das Wohlbefinden der Tauben beeinträchtigen; nicht alle sind mit dem bloßen Auge zu sehen. Federkielmilben sind beispielsweise kleiner als ein Millimeter. Sie sind nur mit einem Mikroskop zu entdecken oder wenn man die Feder gegen das Licht hält. Deshalb sollte man auf das Verhalten der Tauben achten, eine negative Veränderung kann auf einen Lausbefall hinweisen. Aufplustern, Unruhe und Abmagerung kann ein Anzeichen für einen Laus-/Milbenbefall sein.

Lebenszyklus der Rotmilben bei Tauben

Der Lebenszyklus der Läuse/Milben bei Tauben entspricht dem der Läuse/Milben, die auch bei anderen Vögeln und Hühnern vorkommen. Eine ausgewachsen Laus legt etwa fünf bis zehn Eier pro Tag. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven schon und werden binnen fünf Tagen zu ausgewachsenen, eierlegenden Läuse. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass sich eine Läuseplage bei Tauben durch den schnellen Lebenszyklus exponentiell ausweiten kann.

Lebenszyklus der Rotmilben bei Tauben

Wie gelangen Läuse und Milben zu Tauben?

Läuse und Milben können von Taube zu Taube, aber auch durch andere Vögel übertragen werden. Das ist die häufigste Art der Einschleppung.

Exponentielle Ausbreitung

Exponentielle Ausbreitung

Durch den zuvor beschriebenen Lebenszyklus breitet sich ein Befall mit Läusen bei Tauben exponentiell aus. Das bedeutet eine tägliche Verzehnfachung jeder Laus/Milbe, also in kürzester Zeit werden aus zehn schnell hundert und so weiter.

Bei Temperaturen über +20°C produzieren Rotmilben täglich fünf bis zehn Eier. Aber auch bei niedrigen Temperaturen ab +5°C überleben sie und können Eier legen.
Probleme mit der Rotmilbe bei Tauben, Vögeln und Hühnern beginnen also bereits im Winter.

Eine Rotmilben legt acht Eier pro Tag

Eine Rotmilben legt acht Eier pro Tag

Eine Rotmilbe legt täglich fünf bis zehn Eier, bei Temperaturen über 20° C acht; aber auch bei 5° C legen sie Eier. Probleme mit der Rotmilbe bei Tauben, Vögeln und Hühnern beginnen also bereits im Winter.

55% der Läuse saugen Blut

55% der Läuse saugen Blut

Ein Lausbefall besteht zu 55% aus ausgewachsenen Exemplaren, zu 35% aus Eiern und zu 10% aus Larven. 55% aller Läuse saugen aktiv Blut bei den Tieren. Der Rest hält sich im Taubenschlag versteckt. Denken Sie bei der Behandlung daran! Es dauert einige Zeit, bis alle Larven geschlüpft sind und bekämpft werden können.

Warum gestaltet sich die Bekämpfung von Läusen bei Tauben so schwierig ?

Ihr Taubenschlag ist von Rotmilben befallen. Sie geraten in Panik und möchten die Tiere und sich selber vor diesen Parasiten schützen. Ein chemisches Insektizid (Bekämpfungsmittel) tötet die Läuse zwar, bekämpft sie aber nicht dauerhaft - das Problem ist wieder genauso groß. Wie kann das passieren?

Läuse verstecken sich tagsüber

Läuse verstecken sich tagsüber

Übliche Bekämpfungsmittel haften nicht am Untergrund, dadurch hält die Wirkung nur sehr kurz an. Wenn wir tagsüber Bekämpfungsmittel einsetzen, bewegen sich die Läuse/Milben nicht und werden folglich nicht erreicht. Bekämpfung bei Tageslicht hat also wenig Sinn.

Rotmilben saugen einmal in zehn Tagen Blut

Rotmilben saugen einmal in zehn Tagen Blut

Da 55% der vorhandenen Läuse nur einmal alle sechs bis zehn Tage Blut saugen, erreichen Sie beim Sprühen von Insektiziden bei Dunkelheit maximal 16%. Der Rest der sich in Fugen und Ritzen „versteckt“, wird nicht angegriffen. Bekämpfung im Dunkeln hat also nur eine beschränkte Wirkung.

Läuse schützen sich durch ein Nest bestehend aus mehreren Schichten

Läuse schützen sich durch ein Nest bestehend aus mehreren Schichten

Ein Rotmilben-Nest kann aus bis zu zehn Schichten bestehen. Mit einem Spray erreichen Sie – wenn überhaupt – nur die äußerste Schicht, alles sich darunter befindende jedoch nicht.

Finecto+, die Lösung gegen Läuse bei Tauben

Jahrelange Erfahrung bei professionellen Federviehhaltern und Hobbyzüchtern hat uns gelehrt, dass eine 100% effektive chemische Bekämpfung nahezu unmöglich ist. Mit der natürlichen Finecto+ -Methode wird das Problem auf tierfreundliche Art und Weise beherrschbar. Das Ergebnis sind gesunde, ruhige Tiere und ein besseres Flugverhalten.